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Florence Sitruk, Harfe
Florence Sitruk wurde 1974 als Kind deutsch-französischer Eltern in Heidelberg geboren. Sie studierte Harfe in Paris und Indiana/USA bei Susann McDonald und György Sebök, und parallel Philosophie und Musikwissenschaft in Freiburg, seit 2007 außerdem Dirigieren bei Roland Kluttig. Der Musikerin, die zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Soloharfenisten unserer Zeit gehört, ist es mit zu verdanken, dass die Harfe als Soloinstrument internationale Anerkennung findet. Bereits mit acht Jahren gab sie ihr erstes Konzert, mit 15 ihr solistisches Debüt mit der Camerata Academica Salzburg unter Sándor Végh.

Mittlerweile konzertiert Florence Sitruk regelmäßig auf vier Kontinenten und ist in den großen Konzerthäusern, wie der Berliner Philharmonie, dem Teatro da Paz/Brasilien, dem Rudolfinum Prag oder der Victoria Hall Genf wiederholt Gast unter Dirigenten wie z.B. Gary Bertini, Andrey Boreyko, Graziella Contratto, Gennadij Rodhjestwenskij, Dennis Russell Davies, Donatas Katkus, Robertas Sevenikas, und Kammermusikpartnern wie mit dem Ciurlionis-Quartett Vilnius, mit Ivan Monighetti, Gergely Bodoky oder Rachel Harnisch. Zu ihren regelmäßigen Partnern zählen renommierte Orchester wie das Deutsche Sinfonie-Orchester Berlin (DSO), die Litauischen Philharmoniker, die Dresdner Philharmoniker, die Lucerne Festival Strings, das Stuttgarter Kammerorchester oder die Neusser Kammerakademie.

Die Musikerin ist vielfach ausgezeichnet worden, zuletzt 2000 mit dem 1. Preis beim Internationalen Harfenwettbewerb für die Musik des 20. Jh. in Rom, für die sie sich zusätzlich zu zahlreichen und regelmäßigen Uraufführungen - von Komponisten wie Robert HP Platz, Jörn Arnecke, Ami Maayani, Krysztof Meyer, Oswaldas Balakauskas - als erfolgreiche Advokatin zeigt. Mit nur 26 Jahren wurde Florence Sitruk Gastprofessorin an der Musikakademie Vilnius/Litauen, wo sie in Pionierarbeit eine erfolgreiche Harfenklasse aufbaut, die internationale Preisträger hervorgebracht hat. Seit 2005 ist sie Professorin für Harfe an der Hochschule für Musik Genf und damit international die jüngste ihres Fachs. Im Sommersemester 2007/2008 wurde sie zur Adjunct Professor an der Tokyo Tech University ernannt. Die weitere Konzertsaison führte sie in derselben Saison mit Wiedereinladungen in die Philharmonie Berlin und nach Vilnius zu den Litauischen Philharmonikern, mit einer Tournee nach Estland, nach St. Petersburg und Moskau sowie nach Hamburg und zum Festival Les Muséiques Basel auf Einladung von Gidon Kremer. Ein besonderer Glanzpunkt war die Eröffnung des Festivals zu Ehren von Elias Parish Alvars (1808-1849) in England, für den sich Florence Sitruk seit Jahren weltweit einsetzt. Im Juni 2007 verlieh ihr die Parlamentarische Gesellschaft Berlin hierfür den "Elias Parish Alvars-Preis für eine Kultur des Friedens durch Musik".


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